Sie fragen sich bestimmt zuerst, was mich ein Anwalt überhaupt kosten wird.

Bevor ich Ausführungen zu den einzelnen Kosten mache, ist es ratsam, mich einfach anzusprechen.
Gerade in der Erstberatung und bei einer außergerichtlichen Tätigkeit, sind die Kosten grundsätzlich frei verhandelbar und somit günstiger als Sie zunächst denken. Neben einer Pauschalvergütung ist eine Berechnung nach Stundensätzen möglich.

Die anwaltliche Tätigkeit ist eine Dienstleistung, welche auf verschiedenen Ebenen zu unterschiedlichen Kosten führt.
Es macht einen Unterschied, ob es lediglich um eine Erstberatung geht, eine außergerichtliche Zuhilfenahme oder eine Vertretung vor Gericht. Auch spielt es eine Rolle, ob der Richter ein Urteil fällt oder der Rechtsstreit auf anderem Wege noch verhindert werden kann. Nicht zuletzt ist es auch von Bedeutung, in welches Rechtsgebiet Ihr Fall einzuordnen ist.


Kostentransparenz durch gesetzliche Regelung

Sie sagen sich jetzt bestimmt, dass diese Informationen Ihnen bei der Kostenfrage auch nichts hilft.
Da haben Sie auch recht. So unterschiedlich wie jeder Sachverhalt ist, so unterschiedlich sind leider auch die Kosten. Dies wiederum hat jedoch auch gute Seiten. Für alle Rechtsanwälte ist bei der Vergütung das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zu beachten. Dieses ist verpflichtend anzuwenden und darf nicht unterschritten werden. Somit sind die Kosten besonders transparent.
Neben der gesetzlichen Anwendung bedarf es im Einzelfall eine Vergütungsvereinbarung, diese darf die gesetzlichen Gebühren nicht unterschreiten. Mein Honorar richtet sich grundsätzlich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, sofern nicht ausnahmsweise eine besondere schriftliche Vergütungsvereinbarung mit Ihnen getroffen wird.
Für eine transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind die Kosten für Sie ein bedeutender „Kosten-Nutzen“ Faktor. Daher werde ich mit Ihnen vor Mandatserteilung die Gebühren erklären und darauf hinweisen, was auf Sie zukommt/ zukommen kann.


Unterschiedliche Phasen der anwaltlichen Hilfe

  1. Kostenlose Ersteinschätzung (ca. 10 Minuten)

Nach der Kontaktaufnahme mit mir (per Telefon oder Email) biete ich Ihnen in der Regel die Möglichkeit an, eine kostenlose kurze Ersteinschätzung vorzunehmen. Diese bezieht sich lediglich auf eine kurze allgemeine Einschätzung Ihres geschilderten Sachverhaltes.
Bitte beachten Sie, dass diese Ersteinschätzung auch nur eine solche ist. Es findet keine umfassende Prüfung der Unterlagen und der Argumente der anderen Partei statt. Auch entsteht dadurch kein Mandatsverhältnis. Die kostenlose Ersteinschätzung erfolgt ohne Gewähr und dient in erster Linie dazu, sich kennenzulernen und auszuloten, ob Sie eine anwaltliche Hilfe benötigen.


  1. Erstberatung

Eine Korrespondenz „nach außen“ mit anderen Beteiligten (Behörden, Unternehmen, Privatpersonen etc.) findet bei der Erstberatung nicht statt.


Wenn Sie noch nicht sicher sind, ob Sie mich verbindlich beauftragen möchten, für Sie im Außenverhältnis tätig zu werden, so biete ich Ihnen eine anwaltliche Erstberatung an.



Eine Erstberatung behandelt dabei die Sichtung und Auswertung der relevanten Unterlagen. Alle Unterlagen und Sachverhaltsangaben, welche ich von Ihnen bekomme, werden meinerseits ausgewertet und rechtlich eingeschätzt. Es erfolgt dann eine Beurteilung der Erfolgsaussichten in der Sache.


Die Erstberatung ist der wichtigste Schritt zur weiteren Vorgehensweise in der Sache. Die Beratung kann telefonisch, per Videokonferenz oder in meiner Kanzlei erfolgen.


Die gesetzliche Gebühr für die Erstberatung ist bei Verbrauchern für ein Gespräch auf maximal 190 € netto plus 20€ Auslagenpauschale (249,90 € inkl. 19% MwSt.) begrenzt.  Wie hoch die Erstberatungsgebühr in Ihrem Fall ist, kommt auf den Umfang des Sachverhaltes an. In der Regel wird der oben genannte Betrag nicht erreicht.


  1. Mandatserteilung

Mit der Mandatserteilung erteilen Sie mir den Auftrag für Sie im Außenverhältnis, also mit anderen Personen, Unternehmen, Behörden etc. in Kontakt zu treten und in Ihrem Namen tätig zu werden.


Möchten Sie verbindlich ein Mandat erteilen, so richtet sich das Honorar nach dem Rechtsanwaltsgebührengesetz (RVG), sofern keine individuelle schriftliche Vergütungsvereinbarung mit Ihnen getroffen wurde.

Rechtsschutz

Falls eine Rechtsschutzversicherung besteht, sollten bei dieser bereits vor der kostenpflichtigen Erstberatung angefragt werden, ob diese die Kosten übernimmt. Dazu ist es notwendig, dass die Versicherung eine Deckungszusage vor der Beratung erteilt. Ob dies der Fall ist, hängt maßgeblich von Ihrem Vertrag mit der Versicherung ab. Die Deckungszusage ist dann vor dem Gespräch mitzubringen. Auch wenn eine Mandatserteilung erfolgen sollte, ist eine vorherige Deckungszusage der Versicherung hierzu notwendig. Gerne können Sie bei der kostenlosen Ersteinschätzung mitteilen, ob eine Rechtsschutzversicherung besteht oder nicht. Ich werde dann mit Ihnen erörtern, wie die weitere Vorgehensweise auszusehen hat.